Parade im Nebel

Parade im Nebel

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Parade im Nebel

Vernebelte Straßen, keine Sicht,

Weißer Dampf, mehr sah man nicht.

Da! Dumpfe Klänge drangen an mein Ohr,

Begleiteten einen Männerchor!

 

Sie näherten sich meinem Posten,

Direkt aus dem tiefen kalten Osten.

Vor mir hielt der Kamerad,

Direkt von seinem Totenpfad.

 

Schauern durchfuhr mich, zittern und frieren,

Begann ich den Verstand zu verlieren?

 

Ein Totenkopf grinste mich dämonisch an,

Einst war er vielleicht ein stattlicher Mann.

Uniformen in schwarz und rot,

Die Träger waren lange tot.

 

Dem führenden Tambourmajor,

Folgten Kapelle und gespenstischer Chor.

 

Die Skelette mit ihren Knochen jonglieren,

Manche dabei ihre Köpfe verlieren.

Blanke Knochen trommeln den Takt,

Der Rhythmus hat sie alle gepackt.

 

Tänzer schweben vor ihnen entlang,

Wiegen sich im rhythmischen Klang.

Das Orchester spielt schaurige Musik,

Der Chor singt schief und traurig vom Krieg.

 

Welch seltsam Gejammer ich vernahm,

Mitmachen wollte ich in meinem Wahn!

Der Nebel geleitete sie durch das Land,

Er, war ihre leitende Hand.

 

Mit dem Dunste zogen sie,

Wieder, sah ich, im Leben, sie nie.

Claudia Wendt

Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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