8. Türchen – Die Angst und das gestohlene Weihnachten

Die Angst und das gestohlene Weihnachtsfest

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Die Angst und das gestohlene Weihnachten

Ein Schlitten fährt durch weiße Nacht,
Die Angst, die hat er mitgebracht.
Sie lässt sich auch nicht lang bitte,
Und steigt aus diesem edlen Schlitten,
Schwarz ihr Haar, schwarz die Augen,
die alle Hoffnung aus dir saugen.
Ihr Kleid ist wie das Blut so rot,
Sie kommt hervor, in größter Not.
Der Weihnachtsmann ist schwer in Trauer,
Sie kommt zu Hilfe. Und sie ist sauer.

„Sag, wie konnte das geschehen?
Ich konnte es nur verschwommen sehen.“
Er blickt ihr wütend ins Gesicht:
„Zum Osterhas‘! Ich weiß es nicht!“
Ein Wichtel nahm die Weihnacht weg,
wo sie sonst hing, klafft jetzt ein Fleck!“
„Wo ist er hin? Komm, sag es mir,
Ich bringe die Weihnacht zurück zu dir.
„Er ging zur Hex im tiefsten Wald,
Dort wo es dunkel ist und kalt.
Wo Bäume sich Grimassen schneiden,
An angsterfüllten Blicken weiden.“

„Die Angst sprach leise: “ich gehe dort hin,
Ein Ort, wo ich zu Hause bin.“
Besucht das Hexenhaus im Wald,
Es liegt viel Schnee, ist bitterkalt.
„Mit der Vorderfront zu mir!
Ich, die Angst, befehl es dir!“
So drehen sich die Hühnerbeine,Mmit dem Hexenhaus alleine.
Baba Jaga empfängt sie dann:
„Sag mir, wie ich helfen kann.“
„Du Mütterchen weißt es genau,
Wonach ich heute bei dir schau.
Weihnachten hast du gestohlen,
Ich komm, um es zurückzuholen.“

„Was geht das Weihnachtsfest mich an?
Ich krieg nie was vom Weihnachtsmann!“
Die alte Hex schaut listig drein:
„Ich kann dir nicht behilflich sein.“
„Wie kannst du‘s wagen, dich zu trauen,
uns das Weihnachtsfest zu klauen?“
Die Angst setzt ihre Kräfte frei:
Durch den Wald hallt laut ein Schrei.

Die Baba hat sich tief verkrochen,
Vor Angst schlottern ihr alle Knochen
„Da nimm es dir, das heilige Stück!
Zieh deine Macht geschwind zurück!“
Eine Kugel schwebt jetzt rasch herbei,
Durch wahre Hexenzauberei.
Angst lächelt still und geht hinaus,
Aus dem kleinen Hexenhaus.
„Mit der Hinterfront zu mir!
Baba, Hex, ich danke dir!“

Die Angst kehrt flugs zurück,Bbringt dem Manne das gestohlene Stück.
Er hält die Kugel zum Himmel hinauf,
Sie leuchtet glimmend weiß nun auf.
Erst fliegen Sterne um die Welt,
Bringen den Schimmer, der die Nacht erhellt.

Es bimmelt, es klingelt, es fährt in die Nacht,
Was die Angst hat wiedergebracht:
Man hört es laut rufen, weit es lacht:
„Hohohoho! Frohe Weihnachtsnacht!“

Originally posted 2017-12-08 09:00:43.

Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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