4. Türchen – Der Weihnachtsunfall

Der Weihnachtsunfall

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Der Weihnachtsunfall

 

24 Uhr, zur Heiligen Nacht

Hört man wie es draußen kracht.

Ein Fluch dringt durch die Dunkelheit,

Über Unglück, Pech und Leid.

 

An der Tür klingelt’s dann,

Herunter kommen Frau und Mann.

Sie schauen ihn ganz ungläubig an,

Den ramponierten Weihnachtsmann.

 

„Entschuldigt die Störung zu so später Stund,

Doch hab ich dafür guten Grund.

Gebrochen sind meines Schlittens Kufen,

Ich würde gern den Notdienst rufen.

 

Telefonieren darf ich kurz?

Ein Desaster ist dieser Sturz!“

Draußen, kein Schnee zur Heiligen Nacht,

Welch Schlitten hat ihn hergebracht?

 

Die Frau schaut in den Garten raus.

Welch Bild: Sie schreit: „Oh welch ein Graus!

Er ist völlig hin! Ich glaub es kaum!

Mein wunderschöner Pflaumenbaum!“

 

Lauter Rentiere, starren sie an,

Sie steh’n vor dem Schlitten vom Weihnachtsmann.

Dieser hängt schief und krumm,

Mit Sack und Pack im Pflaumenbaum rum.

 

„Bist du es Wichtel? Ich hab’s dir gesagt,

Du hast mich extra noch gefragt!

Es musste ja der Billige sein,

In den Pflaumenbaum stürzte ich rein!

 

Nicht mal die Hälfte hab ich ausgetragen!

Wie geht’s jetzt weiter, kannst du mir das sagen?“

„Okay, okay, doch mach bitte schnell,

Ich muss fertig werden, bevor es wird hell.“

 

Der Weihnachtsmann bedankt sich bevor er geht,

Entschuldigt sich dafür dass es so spät.

Einen Moment schaut er auf die Uhr:

„Er müsste gleich kommen, wo bleibt er nur?“

 

Dann klettert er eifrig in den Baum,

Das Paar traut seinen Augen kaum,

Er nimmt den Sack und schmeißt ihn munter,

In das Rosenbeet hinunter.

 

Schon kommt vom Himmel heran geflogen,

In einem großen Bogen,

Ein zweiter Schlitten mit Rentiergespann,

Das vor dem Weihnachtsmann landen kann.

 

Der Sackt wird verstaut, der Weihnachtsmann fährt,

In die Nacht, so wie es wird gelehrt.

 

Indes die Wichtel, mit Magie aus dem Baum,

Entfernen den Schlitten, wie in einem Traum.

Der Baum wird mit wenig Aufwand geheilt,

Auch bei den Rosen wird kurz verweilt.

 

Das Paar sagt kein Wort, sie drehen sich um,

gehen ins Bett, ganz still und stumm.

 

Beim Frühstück sitzt das Ehepaar,

Noch etwas still und andächtig da:

„Schatz, du hast beim Essen den Kümmel versäumt,

es war wohl der Magen, ich hab seltsam geträumt.“

Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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