Der Trochäus – der galoppierende Vers

Die Wasserbibliothek

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Nachdem ich mir das letzte Mal bei den zweisilbige Metren den Jambus angesehen habe betrachte ich heute den Trochäus, der aus Hebung und Senkung besteht. In diesem Fall handelt es sich um einen fallenden Takt.

Der Trochäus: 1 betonte + 1 unbetonte Silbe (fallender bzw. trochäischer Takt)

  • Charakter: gallopierend, gemessenes Schreiten

Ich betrachte dafür die letzte Strophe der Wasserbibliothek.

 

     Liegen kann er auch vermieten                      XxXxXxXx
Wer kann hier schon so was bieten!              XxXxXxXx
Ein Schild stellt er auf, davor auf dem Weg       XxXxXxXxXx
„Kommen Sie herein, zur Wasserbibliothek!“   XxXxXxXx

Die Wasserbibliothek (Text)

Diese Strophe ist vollständig im Trochäus geschrieben.

Der Trochäus kann zwei-, drei-, vier-, fünf- und sechshebig sein. Der Trochäus hat einen starken Zeilenbeginn, wirkt aber schwer, fallend und hat beim langsamen Sprechen einen ernsten Ton. Wird er schneller gesprochen, wirkt er laufend. Der Trochäus ist bedrängend und kann einen gequälten Ton annehmen. Sein Zeilencharakter ist klar ausgeprägt und eignet sich nicht sehr gut für lange Zeilen. Der Trochäus hat seine Blüte als vierhebiger um 1800.

 

Für weitere Infos schaut wieder bei Wortwuchs rein.

Quelle: vgl. Hönig, Christoph: Neue Versschule. Paderborn, W.Fing. 2008, S.14-28.

 

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Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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