Der Jambus – Der bewegte Vers

Die Wasserbibliothek

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Der Jambus – Der bewegte Vers

Der Jambus ist ein Versfuß. Deutsche Verse können zwei- oder dreisilbig sind.

Zweisilbige Metren können eine Senkung und Hebung oder eine Hebung und Senkung haben.

Der Jambus: 1 unbetonte + 1 betonte Silbe, wie z. B. sowohl (steigender Takt o. jambisch)
– Charakter: wirken bewegt

Ein Beispiel für den Jambus. Als ich das Gedicht „Die Wasserbibliothek“ geschrieben habe, habe ich nicht darauf geachtet. Aber die ganze erste Strophe ist im Jambus geschrieben.

Die Wasserbibliothek

Es ging ein Mann entlang den Weg    xXxXxXxX
Zu seiner Stadtbibliothek.             xXxXxXx
Vor dieser stand in viel Gedränge    xXxXxXxXx
Eine immense Menschenmenge.      xXxXxXxXx

Die Wasserbibliothek (Text)

Der Jambus ist vom Charakter ausgeglichener als der Trochäus. Er kann zwei-, drei-, vier-, fünf- und sechshebig sein. Die Artikulation ist stärker, die Anfangsbetontung kräfter als im Trochäus. Der Klang wirkt stakatohaft und spröde. Der Jambus ist gleitender und verhaltener als der Trochäus. Die dreihebigen jambischen Zeilen sind eigentlich vierhebig, wie auch die Volksliedzeile. Der Jambus erscheint in deutschen Dramen überwiegend als fünfhebiger Jambus, in der Form des Blankverses.

Erscheinungsformen des Jambus finden sich in der Stanze, Terzine und im Sonett. Ursprünglich brachten Shakespeares Verse den Jambus ins Deutsche, darauf folgend die italienische Dichtung. In der Lyrik ist der Jambus eine der häufigsten Zeilenformen.

Eine Sonderform des Jambus ist der jambische Trimeter.

Als weitere spezielle Form des sechsehbigen Jambus ist der Alexandriner bekannt.

 

Weiteres zum Thema Hebung könnt ihr bei Wortwuchs nachlesen.

Quelle: vgl. Hönig, Christoph: Neue Versschule. Paderborn, W.Fing. 2008, S.13-31.

 

 

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Originally posted 2017-10-04 21:09:00.

Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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