5. Türchen – Das Weihnachtsunglück

Der Weihnachtsunfall

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Das Weihnachtsunglück

Am sonnigem Karibikmeer,

Kam aus dem Nichts ein Wichtel her,

Panisch zwischen Bikini und Badehose,

In Winterkleidung, mit viel Getose,

in praller Sonne, bei vierzig Grad Schatten,

doch scheint ihn dies nicht zu ermatten.

 

So sucht er eilig jenen Mann,

den er um Hilfe bitten kann.

Dort! Aus dem Meer,

kam er grad her,

in Badehose steigt er raus,

zwei Tage Urlaub mehr, da wird nichts draus.

 

Groß schreit der Wichtel „Weihnachtsmann!

Komm sieh dir das Desaster an!“

Der ganze Strand dreht sich um,

Der Mann mit Bart lächelt nur dumm.

 

Sofort reißt er den Wichtel fort,

an einen ungestörten Ort.

„Nun sag mir Wichtel, was muss mich so empören,

dass du es wagst meinen Urlaub zu stören!

Nachdem ich das ganze Jahr geschuftet habe,

damit es am Heiligen Abend gibt keine Klage,

und ich in Ruhe in drei Tagen,

das Geschenke ausfahren kann wagen.

 

Der Wichtel jammert, macht sich klein,

das wird das größte Unglück sein.

„Fahr zum Nordpol Weihnachtsmann!

Und sieh dir das Desaster an!

Der Boden schwarz,

Schnee rieselt von oben,

die Spielzeugfabrik ist in die Luft geflogen!“

 

Der Weihnachtsmann in Badesachen,

findet den Scherz gar nicht zum Lachen.

Er schaut dem Wichtel dreimal ins Gesicht

Und glaubt’s beim vierten Mal noch nicht.

 

Beim fünften Male sagt er: „Gut!“

Ich hole Mantel, Stiefel, Hut.

Sofort komm ich mit dir nach Haus,

inzwischen denk dir etwas aus,

wie du mir das erklären kannst,

sonst gibt’s zehn Jahre Küchendienst Hans.

 

Der Wichtel schluckt, sieht sich schon sitzen,

Zehn Jahre lang nur Zwiebeln schnitzen.

Schnell sind sie in sein Reich gereist,

hier ist es kalt und auch vereist.

Dort wo die Spielzeugfabrik gestanden,

Stehen nur Wichtel in weißen Landen,

schwarz von Ruß mit traurigen Augen,

können selbst sie es noch nicht glauben.

 

„Ich wollte dir viele Plätzchen machen,

damit du dich mehr freust und kannst lachen,

wenn du zu schwerer Arbeit dich begibst,

weil du die Kindlein so sehr liebst.

Doch als ich die Kekse reingeschoben,

Plötzlich lauter Funken stoben,

Jemand war mit einem neuen Topf,

Gekommen, an einen falschen Knopf,

hat die Selbstzerstörung aktiviert,

da ist hier alles explodiert.

 

Der Weihnachtsmann ungläubig schaut,

ihm vor den bösen Folgen graut,

in zwei Tagen zur Heiligen Nacht,

hätt’ er Geschenke ausgebracht.

Nun steht er vor dem Nichts und Aus,

Nach seinem Urlaub, oh Graus.

 

Jetzt kann er nur noch eines machen,

da kann er überhaupt nicht lachen,

gar schummrig ist ihm nun zumute,

das Geschehen kommt nur einer zugute.

Man ruft in einem kleinen Kreis,

Die Hexe vom ewigen Eis.

So ganz in weiß ist sie gekleidet,

wie das Eis, das Schwarz sie meidet.

 

„Ich helfe dir, nur sag mir zu,

ein klitzekleines Rendezvous.“

Zerknirscht machen einen Termin sie aus,

dem Weihnachtsmann ist das ein Graus,

denn lang schon versucht sie ihn zu regen,

sich in ein Kino mit ihr zu begeben.

 

Ein wenig gezaubert wird vor Ort,

Es dauert nicht lang, dann ist sie fort.

Geschenke sind alle repariert,

Und im Sack verstaut, damit er sie nicht verliert.

Die Fabrik sie steht jetzt wieder,

Die Wichtel singen bei der Arbeit Lieder.

 

Der Weihnachtsmann allerdings, hat den Verdacht,

das die Explosion von der Hexe gemacht,

damit ist er ihr aufgesessen,

er muss mit ihr, ins Kino und zum Italiener essen.

Über Claudia Wendt 63 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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