Blogparade – Mein verrücktestes Konzert

Blogparade - Mein verrücktestes Konzert

Ich rufe eine Blogparade aus! Das Thema: Mein verrücktestes Konzert!

Nachdem wir bei einem Konzert der Toten Hosen vor einiger Zeit die Broilers gesehen hatten, sind wir Samstag in einem reinen Broilerskonzert gewesen. Dieses Konzert war so besonders gewesen, dass es mich zu dieser Blogparade inspiriert hat! Ob Ihr Konzertgeber oder Konzertbesucher gewesen seid, ist egal! Schreibt über eure verrücktestes Erlebnis!

Schon mal vielen Dank an Blogparaden.de für die Promotion der Blogparade!

Die Regeln:

  1. Schreibe einen Beitrag über deinen verrücktesten Konzertbesuch
  2. Verlinke diesen Blog mit deinem Beitrag und schreibe den Link deines Beitrags in den Kommentar!
  3. Die Blogparade geht bis Ende März 2018!
  4. Am Ende soll ein E-Book stehen, in dem alle Beiträge erscheinen und die teilnehmenden Blogs verlinkt werden!

Wir waren in der Sport- und Kongresshalle Schwerin, wo wir halb sechs eintrafen, eine halbe Stunde vor Einlass. Wir sind extra mit einem Zug früher gefahren. Bereits draußen brachten die Bandproben die Scheiben des Gebäudes zum Dröhnen. Einige Leute waren vor uns und wir hörten erwartungsvoll Bässe und Beats. Es hätte uns nicht gewundert, wenn uns die Vorderfront der Sport- und Kongresshalle entgegengekommen wäre oder es die Scheiben zerdeppert hätte. Während wir wareten, sahen wir die Schlange an Leuten immer größer werden, bis wir deren Ende nicht mehr sahen. Kurz nach sechs begann der Einlass, bei dem Taschenkontrollen durchgeführt wurden. Dann brachten wir unsere Jacken und Pullover zur Garderobe. Im Eingangsbereich vor der Halle gab es Getränkestände und Fast Food, wie zum Beispiel Pizza. Kein Wunder, dass einige bereits genug Alkohol vor Konzertbeginn konsummiert hatten, sodass sie kaum aufrecht stehen konnten. Wir hatten Stehplatzkarten, mit denen wir in die Halle kamen. Wir waren so früh da, dass wir uns einen Platz direkt hinter der Sicherheitsabsperrung in der ersten Reihe sichern konnten.

Volxsturm – Punkrock von der Waterkant war ab 20 Uhr die Vorband. Sie begann um acht mit dem Spielen. Vorher mussten wir bereits aufpassen, dass niemand uns von der Absperrung wegdrängelt. Teilweise war die Musik so laut, dass wir vom Text kaum etwas verstanden. Das änderte sich bei der Hauptband. Die Broilers begannen mit ihrem Auftritt ca. 21 Uhr. Ungefähr 20 Minuten vorher, wurde ein großer Stoffvorhang heruntergelassen, der die Sicht auf die Bühne versperrte. Der Vorhang fiel, kurz nachdem die Broilers begannen zu spielen. Vorher hatten wir bereits gehört, wie die Gitarren und anderen Instrumente ein letztes Mal gestimmt und eingestellt wurden.

Vor dem Konzert machst du dir noch gedanken: Stehen wir richtig? Sollten wir lieber weiter hinten stehen? Haben wir hier einen optimalen Klang? Wie gut sehen wir die Band von diesem Platz aus? Dieses Konzert war das Erste, bei dem wir ganz vorn in der ersten Reihe standen. Selbst bei den Toten Hosen im IGA Park waren wir ein wenig weiter hinten. Und wer denkt: Ja, da vorne, bin ich vor den den Pogotänzern sicher: Der irrt gewaltig. Ihr seid vielleicht nicht im Pogokreis, aber ihr spürt die Auswirkungen. Ich würde sagen: legt für Konzerte, bei denen ihr an der vordersten Sicherheitsabsperrung steht gedanklich die Regeln für euch fest:

  1. Lasst niemals die Bande los, außer ein Sicherheitsdienstler, klettert auf die dahinterstehenden Treppenstufen und läuft Gefahr eure Finger einzuklemmen
  2. Passt auf, dass niemand hinter dir, sich zur Bande vordrängelt: Dich erwarten Arme und Hände, die von hinten versuchen die Bande zu greifen und sich entsprechend bei dir in die Seite drücken: Im Schlimmstfall landet der Daumen eines anderen in deinem Mund! Vorsicht also! Du musst definitiv mit Händen rechnen, die gegen deinen Hintern drücken.
  3. Verlasse niemals deine Stelle der Sicherheitsabsperrung: Du musst sie halten, wie ein Fels in der Brandung!

Wer Platzangst hat und nicht mit fremden Körpern klarkommt, die um einen herumhüpfen, -tanzen und drängeln, hat an der vorderen Konzertbande nichts verloren. Arme schieben sich zur Bande vor, Becher mit Bier fliegen über deinen Kopf und geben deinem Haar einen ganz neuen Duft. Fans werden regelmäßig über deinen Kopf durchgereicht und von der Security herausgefischt.

Einen Herren mit Igelfrisur sahen wir die Security regelmäßig rausfischen und wieder in die Menge laufen. Er kam gute sechzehn Mal an uns vorbei! Teilweise wurden Leute zu dritt von der Security rausgetragen. Einer wurde sogar davon abgehalten wieder in die Menge zu springen. Die Security hat die Leute freundlich und bestimmt von der Menge entgengenommen und weitergeleitet.

Du wirst gegen das Geländer gedrückt und je mehr Pogo dahinter getanzt wird, desto mehr musst du mit drängelnden Leuten rechnen. Wenn’s zu eng wird, schubs einmal mit dem ganzen Körper die Leute nach hinten weg. Andere Möglichkeiten hast du nicht. Platzangst ist an solchen Stellen nicht von Vorteil. Ich musste mich gut festhalten. Andere Leute halten sich an der Absperrung fest, um nicht von den Pogotänzern mitgerissen zu werden. Ohne Ellenbogen ist ein Konzert an der vorderen Absperrung nicht zu empfehlen.

Während du versuchst, sich von den Leuten hinter dir nicht unterbuttern zu lassen, konzentrierst du dich begeistert immer noch aufs Konzert. Während ich froh war, dass mich der Fuß eines Rausgefischten nicht erwischte, stand dann plötzlich Sammy Amara auf der Bühne direkt vor einem und rockte den Saal auf seiner Gitarre.

Die Sicht war erstklasssig. Wir waren nah dran, der Beat war der Hammer und wir hatten jede Menge Spaß. Wenn die Masse an Menschen anfing mit Springen, blieb uns nichts anderes übrig, als mitzuspringen. Mitsingen taten wir sowieso. Die Broilers spielten bekannte, neute und alte Lieder. Über „Bitteres Manifest“ zu „33 RPM“ war jede Menge dabei. Gegen Ende wurde ein Feuerwerksleuchtstab von Sammy und weiteren von Helfern vor der Bühne angezündet. Das Konzert hat sich mit den Stehplätzen für uns gelohnt. Zwar wurde hier und da mal die Freuden von Schuhen auf dem Kopf und fliegenden Bierbechern getrügt und selbst Sammy musste ungläubig zweimal zum Bühnenboden blicken, als jemand eine große Wasserfache nach ihm warf (ja, er musste schauen, ob sie wirklich dalag), aber es war in Riesenspaß.

Zurück ging es mit dem Schienenersatzverkehr. Ca. halb zwei kamen wir zu Hause wieder an.

 

 

Über Claudia Wendt 56 Artikel
Claudia Wendt schreibt seit mehreren Jahren Gedichte und Geschichten. Seit 2017 arbeitet sie als freie Texterin.

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